Musikverein Freiburg-Kappel e.V. – News!

Todesanzeige Rudolf Groß

Vorbestellung Zwiebelkuchenverkauf

für den 12. September 2021 zwischen 11:00 und 16:00 h.

Bitte für die Vorbestellung die nachfolgende eMail-Adresse anklicken:
zwiebelkuchen@mvkappel.de

Unser Speisen- und Getränkeangebot:

  • 1 Portion Zwiebelkuchen: € 2,80
  • 1 Flasche Neuen Süßen (1000 ml, Weingut Löffler, Staufen) : € 4,90
  • 1 Stück Rühr- oder Hefekuchen: € 1,50
  • 1 Stück Obstkuchen oder Torte: € 2,50

Wichtig! Speisen und/oder Neuen Süßen immer mit Menge und Abholzeit auf der Vorbestellung auflisten!


Vielen Dank für Ihre Bestellung!

In Kappel gibt’s Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchenverkauf 2021

Das Rezept fürs jährliche Zwiebelkuchen-Event in Kappel sieht in diesem Jahr etwas anders aus. Am Sonntag, 12. September, gibt’s Zwiebelkuchen satt – zum Mitnehmen. Aber nicht nur: Der Musikverein Kappel und die Freiwillige Feuerwehr als Veranstalter reagieren damit auf die aktuellen Bestimmungen in Sachen Corona und bieten für Geimpfte, Genesene und Getestete (“3G”) einen Bereich mit Stehtischen an, wo der Zwiebelkuchen auch vor Ort verzehrt werden kann. Von 11 bis 16 Uhr wird verkauft und serviert am Feuerwehrgerätehaus in Kappel. „Wir wollen die Tradition auch in schwierigen Zeiten aufrecht erhalten,“ heißt es bei Musikverein und Feuerwehr.

Die heiße Köstlichkeit nach klassischem Rezept geht umweltfreundlich verpackt über die Verkaufstheke. Dabei gelten die aktuellen „AHA“-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken. Außerdem gibt es “Neuen Süßen” und auch Kuchen zum Mitnehmen.

Zwiebelkuchen-Bestellungen sind auch vorab schon möglich per Mail unter zwiebelkuchen@mvkappel.de, dabei bitte die Menge und die gewünschte Abholzeit angeben.

Musik macht Spaß!

Informationstreffen zur Bläserklasse an der Schauinslandschule in
Freiburg-Kappel

Da ist Musik drin: Es wird was mit der Bläserklasse an der Schauinslandschule – endlich. Das gemeinsame Projekt von Schule, Förderverein und dem Musikverein mvkappel soll nach den Sommerferien starten. Corona-bedingt mit einiger Verzögerung, aber jetzt gilt es.

Die Bläserklasse ist eine auf zwei Schuljahre ausgelegte Gemeinschaft von musikbegeisterten Kindern des 3. und 4. Schuljahres. Sie bilden zusammen ein Orchester, proben wöchentlich gemeinsam und treten nach Möglichkeit bei verschiedenen Veranstaltungen auf. Hinzu kommt einmal in der Woche ein Instrumentalunterricht durch Fachlehrkräfte.

Die Kurse finden immer in den Schulunterrichtswochen statt. Falls ein  Instrument  benötigt wird, kann dieses – sofern verfügbar – beim mvkappel geliehen werden. Die Teilnahme an der Bläserklasse kostet zwischen 36 und 69 Euro, über Gutscheine der Stadt Freiburg ist ein
Sozialrabatt von 15 Euro möglich. Außerdem reduziert sich der Tarif, wenn ein Erziehungsberechtiger Mitglied im mvkappel ist oder wird. Nach zwei Jahren geförderter Bläserklasse haben die Kinder die Möglichkeit, weitere drei Jahre geförderten Einzelunterricht zu nehmen. Die Schüler:innen werden beitragsfreie aktive  Mitglieder  im mvkappel.
Bläserklassee

Quelle: blasmusik, Verbandszeitschrift des BdB e.V.

Um zu erfahren, warum die Bläserklasse viel Spaß macht, laden Schule, Förderverein und Musikverein Eltern von Kindern aus der aktuellen 2. und 3. Klasse zusammen mit ihrem Kind am Mittwoch, 14. Juli 2021, um 09:45 Uhr (2. Klasse) und um 10:30 h (3. Klasse) Corona-konform zu einem musikalischen Treffen auf die Wiese hinter der Turnhalle ein. mvkappel-Vorsitzender Markus Riegger: „Dort werden wir in jeweils 30 bis 45 Minuten alles erklären, Instrumente zeigen und den Leiter der Bläserklasse, Michael Zolg, vorstellen. Und natürlich beantworten wir auch alle Fragen zum Projekt!“

Aufgrund der Corona-Pandemie kann nur ein Elternteil pro Kind mitkommen. Die Organisatoren wünschen sich eine kurze Mitteilung vorab über die Teilnahme per Mail an info@mvkappel.de.

Wieder Proben in Präsenz

Bisher konnte es nur virtuelle Musikproben im Netz geben, jetzt treffen sich die Musikerinnen und Musiker des mvkappel wieder zu Proben in Präsenz. “Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht”, sagt Vorstand Markus Riegger, “es war eine lange Durststrecke.” Geprobt wird dienstags in der Festhalle. Der Termin ist neu: Nach vielen Jahren wechselte er von Freitag auf Dienstag, das Ergebnis einer Abstimmung unter den Aktiven.
Für die Proben gelten die aktuellen Corona-Vorschriften, insbesondere die 3G: Mitmachen können Genesene, Geimpfte und Getestete. Auch die AHA-Regeln sind einzuhalten. “Über neue Mitspielerinnen und Mitspieler freuen wir uns”, heißt es im Musikverein. Die Proben beginnen um 20 Uhr, Dirigent ist Fabian Grabert. Es könnte sein, dass es vor den Sommerferien sogar noch zu einem kleinen Auftritt des mvkappel kommt – abhängig von der weiteren Entwicklung in Sachen Corona.
mvkappel - Probe
Auch beim Musikunterricht tut sich was: Nach dem Ende der Pfingstferien geht’s wieder zurück in den Präsenzunterricht. Das Jugendorchester probt ebenfalls dienstags von 18.45 Uhr bis 19.45 Uhr. Weitere Projekte in Sachen Musikerziehung stehen an, auch da wird sich in den nächsten Monaten etwas tun.

Hier spielt die Musik!

Zwar können wir nicht wie in anderen Jahren zum 1. Mai als Musiker durch Kappel ziehen. Aber stumm sind wir nicht. Wöchentliche Online-Proben, Online-Unterricht in unserer Musikschule, Pläne für Video-Streaming, das ist unsere Reaktion auf Pandemie-Zeiten. Das Mai-Anspielen gibt’s 2021 als Video, so wie im vergangenen Jahr auch schon. Und wenn es dann geht, legen wir wieder los – live, in Präsenz, für uns und für euch. Versprochen!

Musikverein verschiebt Hauptversammlung

Wegen der Corona-Bestimmungen verschiebt der mvkappel seine turnusgemäße Hauptversammlung. Statt wie bisher geplant Ende März wird nun ein Termin im Frühsommer angestrebt. Dann stehen auch Vorstandswahlen an. Der aktuelle Termin wird im Kappler Mitteilungsblatt und Social Media fristgerecht bekannt gegeben.

Markus Riegger
1. Vorsitzender | vorstand@mvkappel.de

Virtuell und virtuos: Wir proben online

Wenn keine gemeinsamen Proben möglich sind, muss man sich als Musikverein etwas einfallen lassen. Wir werden uns deshalb ab sofort öfter virtuell treffen. Ein erster Testlauf ergab: Es funktioniert.

Einer der Trompeter spielt in den Eschmatten, die Klarinetten werden in Sexau und in der Molzhofsiedlung geblasen, die Flöte erklingt in Zarten, und der Dirigent sitzt in Albstadt: So läuft das, wenn der mvkappel online probt. Via Internet-Plattform haben sich die Musikerinnen und Musiker dafür zusammengeschaltet.
mvkappel - Onlineprobe

Live aus Albstadt
Dirigent Fabian Grabert begrüßt auf dem Bildschirm die Runde live aus seinem Musik-Studio auf der Schwäbischen Alb, freundliches Geplauder und manches lockere Wort hin und her, bis es heißt: „Wir starten jetzt mal mit der klingend B-Dur-Tonleiter“. Und man sieht’s auf den vielen kleinen Bildschirmausschnitten, alle setzen ihre Instrumente an und legen los.
Dirigent - Onlineprobe

Renaissancemusik via Internet
„Macht die Mikrofone aus, spielt es für euch“, ist Graberts Rat. Überhaupt, gegenseitig hören werden sich die Musikerinnen und Musiker beim Spielen nicht. Das störungsfrei zu ermöglichen, gibt die Technik derzeit nicht her. Statt dessen begleiten sie jede und jeder für sich mit ihren Instrumenten die Aufnahme der Renaissance-Suite von Tielman Susato, die Grabert in das virtuelle Treffen einspielt.

„Schon schöner“
Drumherum gibt es Tipps vom Dirigenten („Takt 10 dann lauter werden!“). Grabert erklärt die Musik, zählt ein, fragt nach, wie es läuft. „Super“, hört man als Antwort. „Und es ist einfach der Anlass“, sagt ein Musiker hinterher, „das Instrument wieder hervorzuholen“. Auch wenn das Musizieren „schon schöner“ sei, wenn man nebeneinander sitzt, fügt er noch hinzu.

Künftig regelmäßige Proben online
Das werden wohl alle so sehen an diesem Abend, dem weitere folgen werden. Eine gute Stunde dauert die virtuelle Probe, zwischendurch wird geredet und gelacht, und der Dirigent schmunzelt: „Ich bin vielleicht deshalb so entspannt, weil ich euch ja nicht gehört habe“. Dafür haben es vielleicht die Nachbarn der zugeschalteten Musikerinnen und Musiker wahrgenommen.

Frommer Wunsch
Denn normalerweise wird abends ja nicht daheim mit entsprechender Lautstärke geprobt, sondern dienstags in der Kappler Halle. Deswegen sollen künftige virtuelle Proben auch früher beginnen, damit mehr mitmachen können. Diese Treffen mittels PC oder Laptop soll es regelmäßig geben, bis gemeinsame Proben in der Halle wieder erlaubt sind. Und bis das wieder möglich ist, was sich einer der Musiker am Schluss der Videokonferenz mit einem Augenzwinkern wünscht: „Und jetzt an den Stammtisch, oder?“

Wer beim mvkappel mitmachen möchte: Das ist jederzeit möglich. Kontakt: info@mvkappel.de

Ein schönes Weihnachtsfest wünscht der mvkappel!

Aller guten Dinge sind Vier!
Zum 4. Advent ein Weihnachtslied, gespielt von 4 Musikerinnen des mvkappel.

Der mvkappel wünscht einen besinnlichen 3. Advent

Ein weiterer musikalischer Gruß zum 2. Advent

Der mvkappel wünscht einen schönen 1. Advent

Harro Krauß: Seit 70 Jahren aktiv im Musikverein

Harro KraußEs war im Jahr 1950, als der damalige Vorstand des Musikvereins Kappel dem 15jährigen Harro eine alte Ventilposaune in die Hand drückte mit den Worten: „Das genügt für dich. Du bisch eh nit lang dabei.“ Da hat er sich getäuscht: 70 Jahre später spielt Harro Krauß (85) immer noch Posaune, ist nach wie vor im Musikverein aktiv und wurde jetzt für 70 Jahre aktives Musizieren mit einer Ehrennadel in Gold mit Diamant ausgezeichnet.

Man muss sich das vorstellen: Im Jahr 1950, in dem die musikalische Laufbahn von Harro Krauß begann, gab es in der Bundesrepublik noch Lebensmittelmarken, Konrad Adenauer wurde CDU-Vorsitzender, das Fernsehen schickte erste Versuchssendungen in die wenigen Wohnzimmer, in denen so ein Gerät schon stand, und im Kino lief der Heimatfilm „Schwarzwaldmädel“ an. Kappel gehörte noch nicht zu Freiburg, und der Musikverein bot eine der wenigen Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Lange her, das alles, andere Zeiten. Harro Krauß blieb von damals bis heute dabei, und nach wie vor ist er eine Stütze des Vereins. Üben? Klar, muss sein. Helfen? Wo immer es geht. Für den Verein hat der Schlosser- und Schweißermeister sogar das Röhrenglockeninstrument gebaut. Und es gab kaum eine Probe, bei der der begeisterte Musiker gefehlt hat.

Die Musikerinnen und Musiker des Vereins haben ihm zu seinem 85. Geburtstag, an dem er die Ehrennadel erhielt, wegen der Beschränkungen durch die Pandemie kein Live-Ständchen spielen können. Aber in einem Video übermitteln sie ihm ihre Glückwünsche. Einhelliger Tenor: „Unfassbar! 70 Jahre aktiv!“ Und einhelliger Wunsch: „Bleib uns noch lange erhalten!“

Corona Lockdown: Bleiben Sie gesund!

mvkappel - Orchester hat Pausemvkappel - Unterricht findet stattmvkappel - Wir planen 2021!

Neuer Dirigent: Fabian Grabert

Fabian Grabert

Fabian Grabert (rechts) freut sich auf seine neue Aufgabe. Im Hintergrund unterschreibt Musikvereins-Vorstand Markus Riegger für den Musikverein den Vertrag – mit gemessenem Abstand, wie es Vorschrift ist.

Der Musikverein hat einen neuen Dirigenten. Nach den Probedirigaten steht jetzt fest: Künftig ist Fabian Grabert der musikalische Leiter im Musikverein. Als Musiker ist Grabert (32), gebürtiger Freiburger, im Südwesten kein Unbekannter. Er spielt als Posaunist in verschiedenen Gruppen, unterrichtet an Musikschulen, leitet Ensembles und Orchester u.a. in Albstadt, in Ofterdingen – und jetzt auch in Kappel. Dafür bringt er eine Menge Ideen mit. Auch dafür, wie man angesichts der aktuellen Coronavorschriften gemeinsam Musik machen kann. Kleine Ensembles, vielleicht auch mal eine Live-Übertragung im Internet, wenn das große Konzert mit Publikum nicht stattfinden kann – in dieser Richtung könnte es in der nächsten Zeit gehen. Denn Proben in großer Runde sind derzeit nicht möglich. Alle Informationen zum aktuellen Stand hier auf unseren Internetseiten.

Hier spielt die Musik!

Hier spielt die Musik!

Vereinsleben der Musikvereine zu Corona-Zeiten
Quellenverweis: Littenweiler Dorblatt (Ausgabe Heft 2-2020).

Kein Fest, aber Zwiebelkuchen

Das Rezept fürs jährliche Zwiebelkuchen-Event in Kappel sieht diesmal etwas anders aus. Am Sonntag, 13. September, gibt’s zwar Zwiebelkuchen satt – aber nur zum Mitnehmen. Der Musikverein Kappel als Veranstalter reagiert damit auf die Bestimmungen in Sachen Corona. Das Fest fällt aus, Zwiebelkuchen backen die Musikerinnen und Musiker trotzdem von 11 bis 16 Uhr beim Feuerwehrgerätehaus in Kappel. „Wir wollen die Tradition auch in schwierigen Zeiten aufrecht erhalten,“ so Vorstand Markus Riegger, „das übliche große und fröhliche Fest ist dieses Jahr nicht drin. Aber immerhin: Wir kriegen’s zumindest als Straßenverkauf gebacken!“

Die heiße Köstlichkeit nach klassischem Rezept wird umweltfreundlich verpackt über die Verkaufstheke gereicht. Dabei gelten die aktuellen „AHA“-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken. Eine weitere Bewirtung kann es in diesem Jahr nicht geben. Bestellungen sind auch vorab schon möglich: per Mail unter zwiebelkuchen@mvkappel.de, dabei bitte die Menge (pro Stück 2,80 €) und die Abholzeit angeben.

Für das persönliche Zwiebelkuchen-Erlebnis zuhause …

Zwiebelkucheverkauf 20202020 können die FFW Kappel und der mvkappel das Zwiebelkuchenfest nicht wie üblich veranstalten. Deshalb wird es einen Straßenverkauf zum Mitnehmen unter Einhaltung der Corona-Verordnungen geben. Und jeder kann vor Ort unseren Zwiebelkuchen wie gewohnt kaufen!
Auch Vorbestellungen sind möglich. Das Stück kostet € 2,80. Einfach eMail an zwiebelkuchen@mvkappel.de. Namen, Menge und Abholzeit nennen und dann abholen.

Proben im grünen Bereich

Die Rindviecher am Hang gegenüber werden sich gewundert haben: Blasmusik im Kappler Kleintal, ganz oben, auf der grünen Wiese am Sohlhof. Ein schöner Sommerabend macht’s möglich – und die Lockerung der Beschränkungen in Sachen Corona: Wir dürfen wieder proben. Das erste Mal nach drei Monaten, und zwar im Grünen.
mvkappel - Proben im grünen Bereich
Die Stühle für die Musikerinnen und Musiker stehen weit auseinander. Sie spielen in gemessenem Abstand: Auf der Wiese liegt noch der Zollstock, mit dem sie den korrekten Probenaufbau abgemessen haben. Helga Schuler zählt ein, und los geht’s.

mvkappel - Proben im grünen Bereichmvkappel - Proben im grünen Bereich

„Moonlight serenade”, “Unterm Doppeladler” – einmal die verschiedensten Titel durchspielen, das tut gut nach einem Vierteljahr, währenddessen alle nur für sich üben konnten.

Noch ist die Kapelle nicht vollzählig am Start, aber es wird kommen. Ab sofort sind die Proben wieder freitags um 20 Uhr in der Festhalle. Auch hier ist genügend Platz, um die Hygieneregeln einzuhalten.

Wann der Musikverein wieder in großer Besetzung auftritt, steht zwar noch in den Sternen. Aber immerhin hat schon ein Quartett des mvkappel die Fronleichnamsfeiern musikalisch begleitet.

Übrigens: Selbst eine kleine Besetzung hat mit ihrer Musik ein veritables Echo im Tal erzeugt. Siehe oben – die Rindviecher am Hang gegenüber werden sich gewundert haben.

Wer mitproben möchte: Wir freuen uns immer über weitere Musikerinnen und Musiker, die Spaß an symphonischer Blasmusik (und einem fröhlichen Vereinsleben) haben. Proben freitags 20 Uhr in der Halle.

Klarinetten-Unterricht per Videochat

Auch in Corona-Zeiten geht’s weiter mit dem Musikunterricht beim mvkappel

Seit drei Jahren spielt Lisa Klarinette. Ihren Lehrer sieht die 10jährige einmal pro Woche – neuerdings via Internet. Denn der Musikverein Kappel hat wegen Corona seine Ausbildung umgestellt. Der Instrumentalunterricht läuft per Videochat. Und: Es funktioniert.

Um 15.50 Uhr ruft Klarinettenlehrer Andrei Starchenko aus seiner Wohnung bei Lisa* in der Molzhofsiedlung an. Schon erscheint sie auf dem Bildschirm seines Tablets, die Klarinette in der Hand. “Hast du gut geübt?” Das hätte der Lehrer bestimmt auch gefragt, wenn der Unterricht wie sonst in der Kappler Schule über die Bühne ginge. Nur geht das eben im Moment nicht. Deshalb unterrichten Starchenko und Kollegen seit Beginn der Corona-Regelungen auf diesem Weg. Und Lisa legt los: Vier Lieder aus “Die fröhliche Klarinette Band 3” hat sie geübt. Jetzt spielt sie vor. Es scheppert ein bisschen, aber das liegt an der Internetverbindung. Starchenko lobt viel: “Gut gemacht!” Und korrigiert, wo es nötig ist. Wenn ein Griff nicht recht sitzt: Dann zeigt er’s vor der Kamera, und Lisa nickt.

mvkappel - Klarinetten-Unterricht

So geht das konzentrierte 30 Minuten. “Der Videounterricht kann oft konzentrierter sein, als wenn man sich direkt gegenüber sitzt”, ist die Erfahrung des Lehrers: Keine Ablenkung, nur die Musik. Fragt man Lisa, wie sie es findet, zögert sie ein bisschen: “Es ist halt anders”. Aber Unterricht per Video ist die Fünftklässlerin gewohnt. Für die Schule gibt’s das ja auch derzeit. Und sie ist engagiert bei der Sache.

“Die traurige Seejungfrau” heißt das nächste Stück, das sie gemeinsam angehen. “Du musst seufzen mit dem Instrument”, sagt Andrei Starchenko. Er spielt vor, wie es klingen kann. Und Lisas Klarinette seufzt sehr schön. “Am besten, du nimmst es auf und schickst es mir dann zu”, rät der Lehrer. So kann er auch zwischen den Stunden beurteilen, welche Fortschritte seine Schüler machen.

Starchenko unterrichtet alle 10 Schülerinnen und Schüler, die er für den mvkappel betreut, seit Mitte März per Video-Chat. “Einige waren am Anfang skeptisch”, schmunzelt er, “aber alle machen mit, und es funktioniert.” Keine Stunde sei ausgefallen. Das ist auch das Anliegen des Vereins, in dem mehr als 30 Schülerinnen und Schüler ein Instrument lernen. Der Unterricht wurde gleich zu Beginn der Beschränkungen auf Online umgestellt. “Es klappt gut”, sagt Ausbildungsleiterin Tamara Risch. Auch wenn es für die Beteiligten doch einigen technischen Aufwand bedeutet. “Wir haben alle gelernt dabei”, sagt der Klarinettenlehrer, “und wir merken uns, wie es geht. Vielleicht kann man Video-Unterricht auch später nutzen, in Ausnahmefällen – zum Beispiel, wenn ich als Lehrer Schnupfen habe und den Schülern nicht direkt gegenüber sitzen sollte.”

Wann es zurück geht zum üblichen Unterricht in den Räumen der Schauinslandschule, steht derzeit noch nicht fest. Klarinettenlehrer Andrei Starchenko, der übrigens auch Saxophon unterrichtet, sieht es gelassen: “Alles geht vorbei. Nur die Musik bleibt ewig!” Bevor er die Internetverbindung zu Lisa schließt, wünscht er ihr noch: “Bleib gesund.” Und fügt schmunzelnd hin: “Und übe am besten zwei Stunden pro Tag!”

* Name geändert

Der Musikverein Kappel unterrichtet Schülerinnen und Schüler in folgenden Instrumenten: Klarinette, Saxofon, Querflöte, Blockflöte, Trompete, Posaune, Horn, Euphonium und Tuba sowie Schlagzeug. Instrumente können beim Verein ausgeliehen werden. Weitere Informationen: www.mvkappel.de und bei Ausbildungsleiterin Tamara Risch, e-Mail: ausbildung@mvkappel.de.

Den Mai mal anders angespielt

Flöten in der Molzhofsiedlung, Trompeten in den Eschmatten, Oboe und Trommel fast schon in Littenweiler: Das Mai-Anspielen des Musikvereins ging diesmal durch den ganzen Ort verteilt über die (Natur-)Bühne. Wegen der Corona-Krise war ein gemeinsamer Auftritt wie sonst üblich nicht möglich, also haben die Musikerinnen und Musiker jede und jeder für sich am 1. Mai zur selben Zeit gespielt. Natürlich das passende Lied. Und der Wind hat’s durch den Ort getragen. Danke allen, die mitgemacht haben! Wie es war, zeigt das Video.

“Ohren auf am 1. Mai!”

mvkappel - 1. Mai anspielenDen Mai mit Musik begrüßen: Diese Tradition wollen die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Kappel auch in der Corona-Krise fortführen. Allerdings etwas anders als sonst.
Denn gemeinsame Auftritte sind derzeit wegen der Beschränkungen nicht möglich. Und so werden sie am 1. Mai pünktlich um 10 Uhr, jeder und jede für sich, auf dem Balkon, im Garten oder auf dem Gehweg das Volkslied “Der Mai ist gekommen” spielen: als ein über das Dorf verteiltes Kurz-Konzert. In anderen Jahren zieht am 1. Mai eine fröhliche Truppe des Musikvereins mit ihren Instrumenten durchs Dorf. Das darf aufgrund der aktuellen Lage derzeit nicht sein. So kam die Idee auf, nun zwar gleichzeitig zu spielen, aber eben nicht gemeinsam an einem Ort. Nach dem Motto: Trompete in den Eschmatten, Klarinette am Schulerdobel, eben je nachdem, wo die Musikerinnen und Musiker daheim sind. So tönt der Mai durchs ganze Dorf, das ist jedenfalls die Hoffnung. “Wir haben ja in der Corona-Krise das Musizieren nicht verlernt”, sagt Vorstand Markus Riegger. “Und so wollen wir den Mitbürgern wenigstens eine kleine musikalische Freude machen.”

Dass die Musikerinnen und Musiker des mvkappel ein Stück gleichzeitig spielen können, ohne sich zu sehen, beweist ein Video, das sie vorab aufgenommen haben. Es ist im Internet auf mvkappel.de sowie auf dem Facebook-Account des Musikvereins zu sehen. Jede und jeder für sich hat im heimischen Kämmerlein “Der Mai ist gekommen” aufgenommen, und daraus haben sie ein virtuelles Gemeinschaftsorchester zusammengeschnitten. Das kleine Video dient zum Appetitmachen auf die Aktion.

Wichtige Information in Sachen Corona Virus!


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